Diamantbestattung: Ein Juwel von Mensch

Zukunftsmusik? Keinesfalls. Es ist möglich, aus der Asche eines Verstorbenen einen echten Diamanten zu erschaffen und die Erinnerung so nah am Herzen zu tragen.

Muster eines Erinnerungsdiamenten
Muster eines Erinnerungsdiamenten
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Jean Paul (1763–1825)

Der Gedanke dahinter

Geliebte Menschen sind oft ein Leben lang um uns herum. Wir sind ihre Nähe gewohnt und fühlen uns geborgen. Loslassen und verlassen werden ist oftmals ein zu großer Schock, den wir nicht verkraften können und wollen.

Oft stellt man ein Bild zur Erinnerung auf, trägt erinnerungsbehafteten Schmuck und Kleidung und versucht, dem anderen nah zu sein. Immer öfter wird der Wunsch laut, die Asche mit nach Hause zu nehmen, um nicht loslassen zu müssen. Doch das ist in Deutschland nicht gestattet. Ganz legal ist es jedoch, die Asche in einen Diamanten verpressen zu lassen und diesen zum Beispiel nah am Herzen zu tragen.

Erinnerungsdiamant

Wie geht das?

Diamanten entstehen unter anderem aus reinem Kohlenstoff, der in der Natur unter hohem Druck und hohen Temperaturen tief im Erdinneren zusammengepresst wird, bis der Kohlenstoff zu Diamantkristallen wird. Solche Diamanten werden geschürft, gesäubert und geschliffen und gehören zu den beliebtesten und wertvollsten Erinnerungsstücken.

Seit gut 70 Jahren ist es möglich, Diamanten künstlich zu erschaffen. Künstlich bedeutet: außerhalb der Tiefen der Erde und in einem beschleunigten Prozess. Hierzu werden z.B. die sterblichen Überreste eines geliebten Verstorbenen verwendet. Nach der Kremation bleibt die Asche übrig, die aus einem Kohlenstoffgemisch besteht. Dieses Gemisch wird einem aufwendigen Verfahren unterzogen, das den Kohlenstoff extrahiert.

Dieser Kohlenstoff wird weiter zu Graphit verarbeitet, der dann schließlich unter hohem Druck und hohen Temperaturen zu einem echten Diamanten heranwächst. Der gesamte Prozess nimmt ungefähr drei Monate in Anspruch. Die restliche Asche kann zur Bestattung zurück nach Deutschland überführt werden.

Jeder Diamant ein Unikat

Wie jeder Mensch ist auch der Diamant ein Unikat. Die Größe (Karat) und der Schliff, vom Brillanten über Smaragd, Herz und Oval bis zum Radianten, können von Ihnen bestimmt werden. Die Farbe des Diamanten jedoch ist nicht beeinflussbar und nicht vorhersehbar. Sie hängt von Elementen ab, die sich in jedem von uns individuell anreichern. Fest steht, dass die Farbe zwischen Weiß und Blau liegt. Wie klar oder wie gefärbt der Stein sein wird, ist individuell.

Es besteht auch die Möglichkeit einen Erinnerungsdiamanten aus 10 Gramm Haaren synthetisieren zu lassen.

Wir beraten Sie gern.

Siehe auch: Feuerbestattung als Voraussetzung und individuelle Beisetzungen. Fragen beantworten wir gern im persönlichen Gespräch. Unser Partner für Diamantbestattungen

Häufige Fragen

Wie viel Asche wird für einen Erinnerungsdiamanten benötigt?

Nur ein kleiner Teil der Asche. Der übrige Teil wird regulär beigesetzt, zum Beispiel auf dem Friedhof, im FriedWald oder auf See.

Wie lange dauert die Herstellung?

Etwa drei Monate von der Übergabe der Asche bis zum geschliffenen Diamanten.

Ist ein Erinnerungsdiamant ein echter Diamant?

Ja. Er besteht aus reinem Kohlenstoff und wird unter hohem Druck und hoher Temperatur gezüchtet. Er unterscheidet sich physikalisch nicht von einem natürlichen Diamanten.

Stand: Oktober 2026